Warum haben Sie sich für den Beruf des Kommunikationsberaters entschieden?
Ich bin Generalistin und liebe die Vielseitigkeit. Es gibt wenige Berufe, die so abwechslungsreich sind wie der eines Kommunikationsberaters an den Schnittstellen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir arbeiten an verschiedenen Projekten parallel und betreuen Unternehmen aus verschiedenen Branchen mit immer neuen Kommunikationsanforderungen. Dazu kommt die Interaktion mit verschiedenen Menschen (immer wieder neue Kunden, immer wieder neue interne Teamkonstellationen) und ein Mix aus strategischer und operativer Arbeit, den ich sehr schätze.
Was war Ihr bislang spannendstes Projekt?
Jedes Projekt ist anders und auf seine Weise interessant. Manche sind zeitkritisch, andere besonders sensibel oder mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung; fast alle eint aber die Nähe zum Management. Die Lernkurve steigt auch nach vier Jahren immer noch stetig an und jedes neue Projekt bringt wieder neue Anforderungen mit sich. Daher bleibt es spannend.
Sie haben für ein paar Monate im Londoner Büro gearbeitet. Was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen?
Neben allem, was man durch Auslandsaufenthalte generell mitnimmt, hatte ich sicherlich ein besseres Verständnis für unsere angelsächsischen Kunden und ein engeres Verhältnis zu meinen Londoner Kollegen im Gepäck. Das erleichtert die büroübergreifende Zusammenarbeit sehr. Deswegen finde ich auch den jährlichen CNC Summit so wichtig, auf dem sich alle Berater der internationalen Standorte treffen, besser kennenlernen und austauschen können. Das starke Zusammengehörigkeitsgefühl und der Spaß an der gemeinsamen Arbeit sind sicherlich zentrale Stärken von CNC.
Neben Ihrer Arbeit als Consultant schreiben Sie derzeit an Ihrer Dissertation über die Unternehmenskommunikation von Familienunternehmen. Wie lässt sich das wissenschaftliche Arbeiten mit dem dynamischen und fordernden Berufsalltag als Beraterin vereinbaren?
Das Projekt ist anspruchsvoll, aber machbar. Hilfreich ist für mich, dass ich ein praxisnahes Thema gewählt habe, das ich aus der Beratung gut kenne. Zudem kommt mir CNC mit flexiblen Arbeitszeiten entgegen: im ersten Jahr der Promotion hatte ich eine 4-Tage-Woche und zur Fertigstellung der Arbeit werde ich ein kleines Sabbatical nehmen.

